Historische Entwicklung

War das AST ursprünglich nur als Ergänzung des öffentlichen Busverkehrs in jenen Zeiten, zu denen der Einsatz eines Busses unwirtschaftlich ist, vorgesehen, so wurde sodann ebenfalls das Ziel verfolgt, kleinere Siedlungsgebiete, für deren Erschließung mit öffentlichem Verkehr Busse unwirtschaftlich sind, über das AST mit öffentlichem Verkehr zu versorgen.

Fahrplanzonen statt Tarifzonen
In der Erstkonzeption war das Stadtgebiet, in Abhängigkeit der Entfernung vom Stadtzentrum, in insgesamt drei Tarifzonen unterteilt; das AST verkehrte in allen drei Zonen nur außerhalb der Hauptbetriebszeiten des öffentlichen Busverkehrs.
Anstelle der ursprünglichen drei Tarifzonen wurde über das gesamte Stadtgebiet von Schwechat eine Tarifzone gelegt. Der Einheitstarif beträgt derzeit für Erwachsene € 3,00. Der ermäßigte Tarif für Kinder, Schüler, Studenten, VOR-Zeitkartenbesitzer, Behinderte und Senioren beträgt € 2,00 sowie für Familien € 5,00.

Um eine Konkurrenz der öffentlichen Busse mit dem AST zu vermeiden, wurden in Abhängigkeit des Busangebotes vier Fahrplanzonen geschaffen.

Verkürzter Zugang
Mittlerweile verfügt das System über mehr als 70 Haltestellen. Damit sind die Zugangswege zu diesem Verkehrsmittel auf durchschnittlich 200 m verkürzt, womit die Attraktivität des AST wesentlich gesteigert wurde.

Soziale Komponente bei der Tarifgestaltung
Zusätzlich zum einheitlichen Tarif für das gesamte Stadtgebiet wurden eine Reihe von Ermäßigungen eingeführt. Hierzu gehören PensionistInnen mit Pensionistenausweis, Behinderte mit Behindertenausweis, StudentInnen mit Studentenausweis aber auch Personen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind und über einen gültigen Fahrschein oder Zeitfahrschein des öffentlichen Busverkehrs verfügen – für Personen aus diesen Gruppen ist der Preis je Fahrt auf derzeit € 2,00 ermäßigt. Zusätzlich wurde ein Familientarif eingeführt, der die Beförderung einer bis zu achtköpfigen Familie mit dem AST zum Preis von derzeit € 5,00 ermöglicht.

Verkürzte Vorbestellzeit
Die Vorbestellzeit wurde generell von einer ½ auf eine ¼ Stunde verkürzt; was ebenfalls eine Steigerung der Attraktivität zur Folge hatte.

Nachweis der Effektivität
In den ersten Jahren nach Einführung des AST (1991 – 1993) wurden monatlich zwischen 12 und 80 Fahrten durchgeführt; der Besetzungsgrad schwankte zwischen 1,05 und 1,23 Personen je Fahrt. Die Jahresergebnisse sanken kontinuierlich von 631 Fahrten im Jahr 1991 auf 392 Fahrten im Jahr 1993. Im Jahr 1994 gelang es mit einer einfachen, innerhalb der Stadtverwaltung hergestellten und vervielfältigten Informationsschrift dem Verkehrsmittel zu einem deutlich besseren Bekanntheitsgrad zu verhelfen und so eine doch merkbare Steigerung zu erzielen.

Gegen Ende des Jahres 1994 wurde mit der Umsetzung des beschriebenen Konzeptes begonnen, wodurch eine sofortige Wirkung auf die Fahrgastfrequenzen feststellbar wurde. Die Zahl der monatlichen Fahrten ist seither ständig gestiegen.

Die Änderung der Fahrpläne von Bus und Bahn haben im Jahr 2004 auch eine Anpassung des AST-Fahrplanes erforderlich gemacht. Die erforderliche zeitliche Anpassung des Fahrplanes wurde gleichzeitig zum Anlass für Vereinfachungen für die Fahrgäste genommen. Diese Reform führte zu weiteren Anstiegen bei der Anzahl der durchgeführten Fahrten auf 26 226 im Jahr 2017.

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