Wallhof

Mitte des 12. Jahrhunderts wurde ein „Edler“ namens Rainhardt vom Babenberger Markgrafen Leopold III. mit einem Landgut am Gebiet des heutigen Rannersdorf belehnt. 

Rainhardt ließ am Areal des späteren Wallhofes einen befestigten Landsitz errichten. Dieser wechselte im Laufe der Geschichte mehrfach den Besitzer bis er im Jahr 1661 an den Orden der Dominikaner verkauft wurde. 

Von den Dominikanern wurden bis 1662 die alten Gebäude abgerissen und das neue, noch bis heute bestehende Hauptgebäude errichtet. Im Turm, dessen Errichtung vermutlich schon auf das Jahr 1540 zurückgeht, wurde eine Kapelle („Kapelle zum heiligen Bartholomäus“) eingerichtet. 

Die Kapelle an der Außenseite des Wallhofes in der Rannersdorfer Brauhausstraße stand ursprünglich auf einem Feld gegenüber des Wallhofes, wurde aber im Jahr 1923 von dort an die straßenseitige Klostergartenmauer versetzt. 

Im Jahr 1951 wurde die Kapelle mitsamt der alten Mauer im Zuge der Verbauung des Klostergartens abgerissen und nach der Errichtung des Hauses an dessen linker, straßenseitiger Wand wieder neu errichtet. In der Kapelle befindet sich ein Ölgemälde „Maria mit dem Jesukinde“. 

Eine im Jahr 1906 gefundene Bauurkunde aus dem Jahr 1866 besagte, dass der Predigerorden zu Wien ein aus Ziegeln errichtetes Stockwerk aufsetzen und ein neues Kreuz gießen ließ. Im Jahr 1906 wurde der Turm ein weiteres Mal saniert. 

Um 1954 fand eine Turmreparatur mit teilweiser Neueindeckung des Blechdaches statt. 
1989 bis 1991 wurde die Anlage von der Stadtgemeinde Schwechat, die das Areal von der Stadt Wien erwarb, generalsaniert. 
 

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