26.06.2018

Palmöl in aller Munde

Billiges Fett regiert die Welt

  • Palmöl Workshop © Stadtgemeinde Schwechat

Die Klimabündnis- und FAIRTRADE Gemeinde Schwechat lud am 22. Juni 2018 zum Workshoptag ins BG&BRG Schwechat und zum Besuch der Südwind-Ausstellungen „Palmöl- Billiges Fett regiert die Welt“ sowie „Futtermittel global“ ein.

Mit zwei Klassen des BG & BRG Schwechat führte Südwind in Kooperation mit der FAIRTRADE Gemeinde Schwechat Workshops zu Palmöl und „Fairness auf dem Teller“ durch. Die Südwind Referentin Mag.a Julia Signitzer und Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn regen an, beim Kauf von Produkten auf Regionalität, Nachhaltigkeit und fairen Handel zu achten, um damit einen Beitrag zur Umsetzung der von der UN verabschiedeten 17 Ziele für die Welt (kurz SDG,s) zu leisten.

Die Auswirkungen der Palmölindustrie

Nicht erst seit dem Film „Green Lie“ ist Palmöl in aller Munde: Jeder zweite verkaufte Artikel im Supermarkt enthält das multifunktionale Palmöl. Als eine der ertragreichsten und dadurch kostengünstigsten Nutzpflanzen erobert es nicht nur unsere Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie, sondern findet sich auch im Biosprit wieder. Dabei sind den KonsumentInnen die katastrophalen ökologischen und sozialen Auswirkungen der Palmölgewinnung in den Anbauländern wie Indonesien meist nicht bekannt. In Indonesien und Malaysia, wo mehr als 80% des weltweiten Palmöls produziert wird, kommt es immer wieder zu massiven Menschenrechtsverletzungen, Lebensraumvernichtung und Landraub. Die ständig steigende Nachfrage bedroht nun auch Afrikas letzte Urwälder und den Amazonas.

Wie gehen wir damit um?

Das wirft essentielle globale und individuelle Fragen auf: Wofür wollen wir unsere landwirtschaftlichen Flächen nutzen? Wie können wir als KonsumentInnen zu einer fairen und zukunftsfähigen Welternährung beitragen?

In den Workshops berichtete Mag.a Julia Signitzer (Südwind Niederösterreich) von der Südwind Reise nach Indonesien und den Forderungen, die Südwind aus Projektrecherchen heraus entwickelt: „Solange es für KonsumentInnen keine Möglichkeit gibt, die Herkunft von Palmöl in den Produkten transparent nachzuvollziehen und sicher zu sein, dass dafür kein Regenwald abgeholzt oder Menschen von ihrem Land vertrieben wurden, rät Südwind dazu, Palmöl zu vermeiden. In den meisten Fällen führt das auch zu einer gesünderen und besseren Ernährung.”

 


Bild: Vizebürgermeisterin Mag.a Brigitte Krenn gemeinsam mit den SchülerInnen des Gymnasiums und Südwind Referentin Mag.a Julia Signitzer beim Workshop zu Palmöl. 

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